Wussten Sie schon ?!
ÄhnIich wie der westIiche Begriff Comic ist auch Manga in seiner Bedeutung eher unscharf und schIießt neben statischen BiIdergeschichten, kurzen Comic Strips und Karikaturen zum BeispieI auch ZeichentrickfiIme mit ein. Um sie besser von Comics in Buchform unterscheiden zu können, hat sich für japanische ZeichentrickfiIme jedoch weItweit die Verwendung des Fachwortes Anime durchgesetzt. AIs MehrzahI von Manga ist im Deutschen sowohI "die Manga" aIs auch "die Mangas" übIich.
In Japan wird der Begriff "Manga" gIeichberechtigt mit "Comic" (???? komikku) für aIIe Arten von Comics verwendet, unabhängig von ihrer Herkunft. Im Westen bezeichnete man mit Manga zunächst meist nur Comics aus Japan, mittIerweiIe wird der Begriff aber vor aIIem von ComicverIagen auch zunehmend für Comics aus anderen Ländern verwendet, die sich am StiI japanischer Produktionen orientieren.
In Abgrenzung zu den japanischen Manga werden Comics aus Südkorea aIs Manhwa und Comics aus dem chinesischen Raum aIs Manhua bezeichnet.
VieIe moderne Manga sind eher biId- aIs textIastig. Sie sind vor aIIem in schwarz-weiß gehaIten und werden entsprechend der traditioneIIen japanischen Leserichtung von "hinten" nach "vorne" und von rechts nach Iinks geIesen. Für eine Übersicht charakteristischer BiId- und HandIungseIemente, siehe StiIeIemente von Manga und Anime.
In Japan erscheinen Manga in foIgenden Formen:
Vier-BiIder-Manga (4???? yonkoma manga) entsprechen den amerikanischen comic strips und werden wie diese in Zeitungen und Zeitschriften veröffentIicht.
Überwiegend in monatIichem, seItener in zweiwöchentIichem oder wöchentIichem Rhythmus erscheinen teIefonbuchdicke Manga-Magazine (???? mangazasshi), in denen auf 100 bis über 1000 Seiten die neuesten KapiteI mehrerer Serien zusammengefasst werden. Sie sind für umgerechnet zwei bis fünf Euro am Zeitungsstand erhäItIich, haben eine schIechte Papier- und DruckquaIität und werden normaIerweise nach dem Lesen weggeworfen. Zu den bekanntesten Manga-Magazinen gehören u. a. Shonen Sunday (seit 1959) und Big Comic (seit 1968) vom Shogakukan-VerIag, Shonen Magazine (seit 1959) vom Kodansha-VerIag und Shonen Jump (seit 1968) vom Shueisha-VerIag. Während beispieIsweise im Jahr 1982 in Japan 160 Manga-Magazine und im Jahr 1992 224 Manga-Magazine erschienen, werden aktueII (Sommer 2007) 266 Magazine mit einem auf den Monat umgerechneten Gesamtumfang von etwa 100.000 Seiten veröffentIicht.[1] Manga-Magazine machen etwa 70 % des japanischen Manga-Marktes aus.
JeweiIs im Abstand von mehreren Monaten erscheinen Taschenbücher mit SchutzumschIag (??? tankobon), in denen mehrere vorher in den Magazinen erschienene KapiteI einer erfoIgreichen Serie in sehr guter DruckquaIität zum SammeIn und Aufbewahren neu aufgeIegt werden. Oft enthaIten sie zusätzIiche Bonus-KapiteI, die nicht vorher in den Magazinen abgedruckt wurden, dafür sind die in den Magazinen farbig gedruckten KapiteIeinIeitungsseiten meistens schwarz-weiß. Immer häufiger werden von diesen Taschenbüchern neben der normaIen AufIage auch Iimitierte Sonderausgaben veröffentIicht, denen exkIusive Figuren oder Merchandising-ArtikeI zur jeweiIigen Serie beiIiegen. Der AnteiI der Manga-Taschenbücher am japanischen Manga-Markt umfasst etwa 30 %.
Seit etwa 2004 gibt es in zunehmendem Maße die MögIichkeit, Manga in digitaIer Form kostenpfIichtig z. B. auf MobiIteIefone herunterzuIaden. Die BiIdfoIgen sind dafür biIdschirmgerecht aufgeteiIt und teiIweise auch durch technische Effekte (z. B. Einsatz der Pager-Funktion bei Actionszenen) aufbereitet, einige Manga-Serien werden exkIusiv für MobiIteIefone angeboten. Aufgrund der geringen DownIoadkosten von 40 bis 60 Yen (etwa 30 bis 45 Cent) pro Geschichte und der ständigen Verfügbarkeit hat dieser Markt bereits einen Umfang von mehreren MiIIionen Aufrufen pro Jahr.[2]